Die Politikwerkstatt
ist eine offene Arbeitsgruppe in der Volkshochschule der Stadt Selm. Sie sind dort herzlich willkommen.
Unser erstes Thema ist die Verschuldung der Stadt Selm. Wir halten die Finanzausstattung der Stadt durch das Land NRW für nicht ausreichend. Die unterschiedlichen Voraussetzungen in den Städten des Landes werden dabei nicht angemessen berücksichtigt — was inzwischen auch in Gerichtsurteilen bestätigt wird.
Dieser Teil ist unter "Selm muss sparen" dokumentiert.
Neues Thema ist die Entwicklung der Schulen in der Sekundartufe I (Klassen 5-10).
Wie unsere Jugendlichen künftig lernen.
Unser Voschlag: 'länger gemeinsam lernen'
Wir nennen dazu 3 gute Gründe
Diese Seite ist wie ein Weblog angelegt: so finden Sie oben immer die neueste Nachricht. Auf dieser Seite finden Sie jeweils auch den neuesten Eintrag zu den beiden Hauptthemen 'Sparen' und 'Lernen der Jugendlichen in der Sekundarsrufe I'. Die vollständige Dokumentation zu beiden Themen finden Sie auf den entsprechenden Themenseiten.
Sie sind zu den Veranstaltungen der Politikwerkstatt herzlich eingeladen. Den Verlauf der Beratung und die Ergebnisse können Sie hier mit verfolgen.
News
22.04.2012
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Das Volk wird zum Störfaktor
Auf den Finanzmärkten geht ein Gespenst um: Was, wenn das Heer von Arbeitslosen und Armen die Politik der Mächtigen nicht mehr abnickt? Allzu viel Demokratie wollen deshalb weder Politiker noch Wirtschaftsbosse wagen.
19.05.2012
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FAQ Häufig gestellte Fragen
Was erwarten Kinder in der Schule? Kinder wollen etwas leisten und kommen in die Schule, um zu lernen – wenn sie vorher nicht bereits geschädigt wurden.
Was brauchen Kinder in der Schule? Kinder brauchen Lehrer, die ihre Selbständigkeit fördern; sie bei schwierigen Aufgaben unterstützen; ihre Ausdauer und Konzentration fördern; ihnen Zeit und Raum geben sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln.
Welchen Auftrag hat Schule zu erfüllen? Schule soll in altersgerechter Weise die Lernfreude der Schüler erhalten und weiter zu fördern. Schule baut das Kind schrittweise auf, fördert seine Neigungen und Begabungen, ermutigt zu neuen Herausforderungen und stärkt das einzelne Kind in seinem Wachsen und Werden. Sollte man da ihre Belastbarkeit austesten?
Müssen Kinder nicht frühzeitig auf die Leistungsgesellschaft vorbereitet werden? Kinder können nicht am Leistungsverständnis aus dem Berufsleben gemessen werden. Beim Lernen geht es nicht darum für den späteren sozialen Aufstieg und auf das Geldverdienen vorbereitet werden. Unter Leistungsverhalten versteht man in der Schule etwas völlig anderes, nämlich: selbständiges, bewusstes, zielorientiertes Lernen, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit aufzubauen, Anstrengungsbereitschaft, Ausdauer, Steuerung und Kontrolle des eigenen Leistungsverhaltens, Neugier, Interesse, Kreativität zu ermöglichen und zu fördern, zu sozialer Sensibilität und Einsicht zu erziehen, Vertrauen in die eigene Fähigkeit zu stärken.
Ist die Gemeinschaftsschule ein neuer Schultyp oder nur ein Zusammenschluss von unterschiedlichen Schultypen? Die Gemeinschaftsschule ist ein neuer Ansatz. Ein Zusammenschluss von Schulen bleibt ein Zusammenschluss und entspricht nicht dem Verständnis von Schule, dass dem Konzept der Gemeinschaftsschule zugrunde liegt.
Worin liegen die Vorteile der Gemeinschaftsschule? Die Gemeinschaftsschule hat ein anderes Lernverständnis als die bekannten Schultypen. Hier werden Schülerinnen und Schüler nicht vorzeitig aussortiert, sondern erhalten Zeit sich zu entwickeln. D.h. sie können nach Jahren des gemeinsamen Lernens mit sehr unterschiedlich begabten Mitschülerinnen und Mitschülern - zu einem späteren Zeitpunkt als bisher in ihrer Entwicklung möglich -entscheiden, welchen Schulweg sie weiterverfolgen.
große Ansicht
Wie können Schüler mit unterschiedlichen Fähigkeiten in der Gemeinschaftsschule/Sekundarschule gemeinsam erfolgreich lernen?
Vormachen – Nachmachen, der Lehrer sagt „wie es geht“ und die Schüler machen das nach – das ist die unterste Stufe des Lernens. Damit wird nicht die Selbständigkeit des Kindes/des Jugendlichen gefördert. Ausgangspunkt des Lernens ist eine interessante Fragestellung, ein Problem, eine Schwierigkeit. Die Schüler arbeiten möglichst gemeinsam daran. Das fördert ihre Selbständigkeit. Diese Aufgaben werden umfangreicher, komplexer. In Arbeitsgruppen bringt jeder seine Fähigkeiten ein. Das Ergebnis ist die Leistung der Gruppe. Schüler lernen miteinander und voneinander.
Werden die Leistungsstarken dabei nicht unterfordert und die Schwächeren überfordert? Beide profitieren. Der 'Starke' begründet seine Idee den Mitschülern, erklärt – das fordert ihn zusätzlich. Kinder/Jugendliche können sich untereinander vielfältiger verständigen und voneinander profitieren. Unterschiedliche Leistungsfähigkeit und Interessen werden aber auch in Differenzierungsgruppen berücksichtigt, z.B. in Fremdsprachen und Mathematik. Wichtig ist, dabei auch die Bindung im Klassenverband beizubehalten, niemand wird abgehängt. In dieser Zeitspanne von Klasse 5 bis 10 ändern Schüler sich so grundlegend aber auch so unterschiedlich, dass es wichtig ist, den Anschluss an einen guten Schulabschluss immer offen zu halten.
Können Lehrer so das leisten? Ja, dafür werden sie so seit mehr als 20 Jahren ausgebildet. Dieses Können geht aber verloren, wenn sie nur mit Leistungsstärkeren oder nur mit schwachen Schülern arbeiten. Wenn sie es verlernt haben, müssen sie sich neu darauf vorbereiten. Schulen, die 'länger gemeinsames Lernen' praktizieren, haben sich z.B. von Erfahrungen der Gesamtschulen profitiert. Lehrer müssen sich auf diese Aufgabe vorbereiten und dabei von der Schulaufsicht unterstützt werden.
Können sich die Ergebnisse dieser Schultyps mit denen des dreigliedrigen Schulsystems messen? Es wird sicher nicht an allen Gymnasien, Realschulen ….gleich erfolgreich gelernt. Eine „2“ ist nicht an allen Schulen, bei allen Lehrern eine „2“. Das nehmen wir in Kauf – auch bei der Vergabe von Studien- und Ausbildungsplätzen. Nur Antworten auf triviale Fragen kann man normieren. Bereiche wie Sozialkompetenz, Verlässlichkeit kann man nicht ‚abfragen‘. Die Antwort auf die oben gestellte Frage lautet: Ja!
Wie fügt sich diese Schule in das Gesamtbildungssystem ein? Hier arbeiten Lehrer mit der Lehr-befähigung/ -erfahrung im Gymnasium, in der Realschule und der Hauptschule gemeinsam. Damit ist auch bei guten Leistungen der Schüler der Übergang in die gymnasiale Oberstufe gewährleistet. Der Weg zur Abitur ist möglich über die Oberstufe des Gymnasium, über das Berufskolleg oder die Oberstufe der Gesamtschule. Er dauert dann 13 Jahtre, ein Jahr länger als im Gymnasium.
Warum ist dieser Systemwechsel jetzt erforderlich? Das ist zunächst die ethische Frage des Umgangs von Menschen miteinander! Wir brauchen die Fähigkeiten eines jeden Menschen in unserer Gesellschaft – oder wir zahlen für ihn lebenslänglich.
'Länger gemeinsam lernen' kann auf lange Sicht in unserer Stadt eine positive Entwicklung initiieren.
13.01.2012
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Grundsteuerhebesatz jetzt auf 825 %
In der Ratssitzung am 1. Januar 2012 wurde der Hebesatz für die Grundsteuer b von 445% auf 825% angehoben, um eine Neuverschuldung zu vemeiden. Mehr als 200 BürgerInnen waren erschienen. Vor der Ratsentscheidung durften auch BürgerInnen Stellung beziehen. Theo Goebel führte für die Politikwerkstatt aus:
Jetzt aufhören neue Schulden zu machen, weil jetzt der Stärkungspakt hilft. Danach Lösung für die Tilgung mit neuem Solidaritätsfonds bei deutlich geringeren Zinsen durchsetzen. In der Zukunft: keine Schulden machen!
Der Vorschlag des Bürgermeisters und der Kämmerin, die Grundsteuer b zu verdoppeln, hat Empörung in unserer Stadt ausgelöst, die sich in Diskussionen und Leserbriefen Luft gemacht hat. Ich möchte vor der heutigen Entscheidung dazu einige Anmerkungen machen:
Die oft unterstellte ‚öffentliche Misswirtschaft‘ mit Verschwendung, unnötigen Baumaßnahmen und der überzogenen Infrastruktur, dem Personal das wir nicht brauchen ... - kann man nach den Regeln der Rechenkunst zusammenfassen, also addieren, es kommt niemals in dieser Stadt eine Summe von 80 oder 90 Millionen € heraus. Unmut über höhere Steuern kann ich verstehen, aber er sollte sachorientiert bleiben.
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für die SPD: Rainer Schmeltzer
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fur die CDU: Michael Zawisch
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Die Fundgrube
Wer mitreden und entscheiden will, muss sich informieren.
Was andere dazu denken, schreiben, reden … Klicken Sie einfach auf den Link. Die Beiträge aus der überregionalen Presse stehen unter der Frage "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?"
16.05.2012
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Vater, Mutter, Kind
Neue medizinische Erkenntnisse wecken schwerste Bedenken gegen allzu frühe und allzu lange außerfamiliäre Betreuung von Kleinstkindern. Die Krippenplatz-Debatte erscheint hier in einem neuen Licht. siehe auch: Rainer Böhm, Die dunkle Seite der Kindheit, FAZ
15.05.2012
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So krank ist unsere Erde
Die Länder mit dem größten Öko-Fußabdruck pro Kopf sind Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Dänemark und die USA. Deutschland liegt auf Platz 30. Erschreckend: Hätte die Weltbevölkerung den gleichen Fußabdruck wie die US-Amerikaner, bräuchten wir vier Planeten zum Überleben.
15.05.2012
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Der Hirntod - eine gefährliche Definition
Der "Hirntod" ist eine Erfindung des Menschen. Aus Sicht von Organempfängern ist sie segensreich, aber aber für Organspender ist die Definition beängstigend.
10.05.2012
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Das griechische und das deutsche Versagen
Die Deutschen machen sich es zu leicht, wenn sie den Ruf nach Wachstum als Flucht in alte Bequemlichkeit abtun. Sparen ist längst nicht alles.
27.04.2012
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Parteienbeben
Die Piraten zweistellig, FDP und Linke vor dem Ende, neue Ampeloptionen, die CDU allein – was will der Wähler der Politik damit sagen?
24.04.2012
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Altersarmut: Arm, alt, weiblich
Vielen Frauen mittleren Alters in Deutschland droht Altersarmut. Sie haben für die Familie ihren Job aufgegeben und werden nun vom neuen Unterhaltsrecht bestraft.
22.04.2012
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Das Volk wird zum Störfaktor
Auf den Finanzmärkten geht ein Gespenst um: Was, wenn das Heer von Arbeitslosen und Armen die Politik der Mächtigen nicht mehr abnickt? Allzu viel Demokratie wollen deshalb weder Politiker noch Wirtschaftsbosse wagen.
22.04.2012
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Schönen Sonntag!
Einige Politikerinnen plädieren für terminfreie Feiertage. Das klingt naiv, ist aber ein Angriff auf den Kapitalismus.
21.04.2012
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Arme Kinder schaffen es trotzdem nicht nach oben
Schüler mit schlechten Startchancen können zwar laut einer Studie später trotzdem erfolgreich sein. Das heißt aber noch lange nicht, dass unser Schulsystem gerecht ist.
18.04.2012
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BILD-ZEITUNG? nein Danke!
Zum 60. Geburtstag der BILD-Zeitung plant der Axel-Springer-Konzern eine gigantische Werbemaßnahme: Jeder Haushalt in Deutschland soll ein Exemplar bekommen – ungefragt. Sie wollen keine BILD in Ihrem Briefkasten? Erteilen Sie der BILD eine Absage!
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